Negative Gedankenformen werden geboren aus Erfahrungen, die wir als schmerzhaft oder sogar traumatisch erlebt haben. Wir fühlten uns in unserem Leben vielleicht ausgestoßen, ungeliebt, zurückgewiesen, als Opfer, wertlos, schuldig oder auch ‚versagt-zu-haben‘. Es betrifft Ereignisse, die wir entweder selbst als negativ bewerteten oder in denen wir von anderen bewertet wurden und diese ‚Abwertungen‘ als wahr annahmen.       

Seine Wirkkraft bezieht ein Gedankenkonstrukt aus dem Glauben, d. h. einer Identifikation mit derselben. In assoziierten Lebensmomenten kann es dir schlichtweg den Atem nehmen, dich gleichsam immer kleiner fühlen lassen, den Wunsch auslösen, dagegen anzukämpfen, fliehen zu wollen, bis hin zur Frage nach einer existenziellen Daseinsberechtigung. 

Es ist jedoch nicht das Leben, das dir den Atem nimmt oder dich klein macht, sondern du bist es, welche:r diese Gedankenform erschaffen hat.       

Wenn eine solche negative Gedankenform durch ein äußeres Ereignis aktiviert wird, reagieren wir darauf mit gewohnten Handlungsmustern. Wir versuchen im Außen beispielsweise krampfhaft, unser Erleben in andere ‚Bahnen‘ lenken zu wollen. Ist unser Bemühen umsonst, beklagen wir uns, sehen uns als Opfer der Umstände und in unseren Überzeugungen bestätigt, dass wir nicht wert sind, andere ein einfacheres oder besseres Leben haben, wir es nie schaffen werden etc.       

Gedankenformen sind Energie, sie haben eine negative Ladung entsprechend der Höhe des wahrgenommenen Schmerzgrades.       

Je negativer die Einschätzungen von Ereignissen, desto negativer ist die Ladung einer Gedankenform. Wir erschaffen so im Laufe der Zeit eine dunkle Form, die riesig erscheinen, ja sogar größer als unsere physische Form sein kann! In Resonanz mit solchen Gedankenformen ziehen wir Menschen und Ereignisse in unser (Er-)Leben hinein, die diesen entsprechen.

Es ist nichts Mystisches, sondern Gedankenenergie, die wir für wahr halten: Unsere Aufmerksamkeit auf diese Gedanken ‚füttert‘ sie mit Energie und erhält sie in unserem (Er-)Leben! ‚Dunkel‘ ist in diesem Zusammenhang nicht per se schlecht, sondern entspricht der negativen Ladung. Letztlich ist auch ein negativer Gedanke ’nur‘ ein Gedanke – allerdings mit einer höheren Anziehungskraft.       

Der empfundene Schmerz, den wir auf Dauer bewusst oder unbewusst in Resonanz mit negativen Gedankenformen empfinden, hält uns auch in der Suche nach (Er–) Lösung gefangen. Die Suche jedoch bestätigt lediglich deren Existenz. 

Ein möglicher Zugang zur Auflösung solcher Formen liegt in der Aufgabe von Handlungsmustern, die wir zur Vermeidung dieser schmerzhaften Gedankenmuster etabliert haben: unser Davonlaufen, uns weiterentwickeln, noch besser, noch achtsamer sein müssen, anders oder erfolgreicher, perfekter oder göttlicher. Das Aufgeben des Widerstandes bringt die wahre Angst in uns hervor, die wir vor unseren eigenen Gedanken entwickelt haben. Diese ist ebenso nicht ‚real‘, sondern das Resultat von Gedanken, die uns eindringlich über die Auswirkungen aufklären, wenn wir versagen und eine Veränderung unserer Lebensumstände nicht gelingen sollte. Diese Emotionen „da-sein“ zu lassen ist der Schlüssel und nimmt den Gedanken den Schrecken.       

Dunkelheit von Gedankenformen bezieht sich auf die Energie negativer Glaubensmuster. Ob riesig oder klein, die Identifikation erhält sie am Leben. Wir haben schon viel getan, um unser schmerzhaftes Erleben zu verändern. Leider nur mit kläglichen Ergebnissen, da negative Gedankenformen die Tendenz haben, sich selbst im Negativen bestätigen zu wollen! 

Und die Moral von der G’schicht: Glaube deinen dunklen Gedanken nicht 😉

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Jede Veränderung beginnt mit einer Entscheidung. Es sind jedoch die kontinuierlichen, kleinen Schritte, die den Unterschied machen – für eine bewusste Verbindung mit deinem Potenzial!

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Foto: Photos Pro