‚Slow Down‘ statt Multitasking

Unsere heutige Zeit, insbesondere die Vorweihnachtszeit ist geprägt von einer Verdichtung von Arbeit, Terminen, beruflichen und privaten Verpflichtungen. Mit anderen Worten wir sind auf ‚High Speed‘! Damit ist nicht alleine die Anzahl von Stunden gemeint, die wir mit Arbeit verbringen, sondern unsere Handlungsroutinen im Tagesverlauf in ihrer Gesamtheit.

Nicht nur in der Bewegungslehre, sondern auch für das Gesamtsystem des Körpers gilt, dass nach einer Zeit der Anspannung eine Zeit der Entspannung, eine Regenerationsphase, erfolgen muss, damit der Körper wieder in einen parasympathischen Zustand wechseln kann.

Folgendes Szenario ist für viele von uns Alltag: Wir starten in den Tag mit dem Checken von Nachrichten und E-Mails, fahren dann durchschnittlich 17 Minuten zur Arbeit und verbringen zu etwa 54 % der nächsten Stunden vor einem Bildschirm. Von dort geht es zum nächsten Termin. Zuhause angekommen endet für die meisten die Arbeit noch nicht und um dann etwas Entspannung zu finden, wird der Fernseher angemacht. Alternativ sind beliebt: HANDY, YouTube, Hörbücher, Musik, noch mehr E-Mails, Beiträge auf Social Media uvm.

Lieberman hat es aus meiner Sicht schön auf den Punkt gebracht: für ein solches Leben ist unser Körper nicht konzipiert!

Alles im Leben hat einen Preis: fortlaufende Aktivierungen des sympathischen Systems und zu geringe Zeiten der Regeneration haben mannigfaltige Auswirkungen auf unsere körperliche Gesundheit, unseren Schlaf, unser Emotionserleben, psychische Gesundheit, das Immunsystem und auf unsere Energie und Leistungsfähigkeit.

Sagst du auch: ich habe einen Körper?

Aus dieser Perspektive betrachtet wären das ‚ich‘ und ‚dein Körper zwei separate Einheiten. Die Wahrheit ist jedoch: du bist dein Körper! Oder noch konkreter: ohne deinen Körper gibt es dich nicht!

„Slow Down“ ist für mich mehr als nur ein Tool. Es kultiviert eine Lebenshaltung. Es ist die Fähigkeit, das Leben regulieren zu können auf den Ebenen des Timings, der Intensität und dem Grad an Externalisierung. Du spürst deinen Körper, die Körperenergie und auch den Grad deiner inneren Ausgeglichenheit versus Anspannung.

Kannst du jeden Tag mindestens 10 Minuten für dich allein zu sein? Ohne jede Form von Ablenkung(en). Einfach nur Zeit mit dir! Und in welchen Situationen im Alltag kannst du dein Verhalten im Sinne von „Slow Down“ variieren?

Jede Veränderung beginnt mit einer Entscheidung. Es sind jedoch die kontinuierlichen, kleinen Schritte, die den Unterschied machen – für eine bewusste Verbindung mit deinem Potenzial!

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Foto: Photos Pro