Wie sehr kann ich in diesem Moment präsent sein?

Unsere Gedanken pendeln erfahrungsgemäß zwischen Zukunft und Vergangenheit hin und her. Wir machen uns Gedanken über zurückliegende Ereignisse und darüber, was wir (oder jemand anderes) nicht genug oder besser hätten machen sollen, warum etwas stattgefunden hat wie es stattgefunden hat oder wir kritisieren uns mantrenartig selbst. In Bezug auf die Zukunft machen wir uns Sorgen über das vor uns Liegende, denken über die Lösung von Problemen nach, die evtl. eintreten könnten.

Leben ist jedoch das, was sich ereignet während du darüber nachdenkst.

Ich benutze in diesem Zusammenhang gerne das Wort ‚Momentum‘, definiert als die Verbindung situativer Faktoren und einem gegebenen körperlichen Zustand in einem Moment.

Um ‚Momentum‘ wahrnehmen zu können, bedarf es einer körperlichen Präsenz. Sich selbst im eigenen Körper zu spüren lenkt unser Gewahrsein automatisch auf den gegenwärtigen Moment: Wenn du beispielsweise die Augen schließt und versuchst, deine Hände so genau wie möglich wahrzunehmen, erfordert dieses Hinspüren deine volle Aufmerksamkeit – deine Präsenz.

In einem mechanistischen Weltbild, in dem der Mensch sich selbst als eine ‚Output-Einheit‘ betrachtet, gehst du vielleicht mit einer Einstellung in den Tag, allen Anforderungen, die an dich gestellt werden, bestmöglich gerecht zu werden – unabhängig davon wie es dir geht. Der Fokus liegt hier auf einer Leistungserbringung.

Wie geht es dir mit dieser Einstellung?

Die Wahrnehmung unseres körperlichen Zustandes in Verbindung mit situativen Faktoren erfordert eine Entschleunigung und ein nach Innen richten deiner Wahrnehmung.

Keine Angst: es nicht so, dass du mit dieser Haltung deine Ziele nicht erreichst oder wie ein fauler Sack nur noch auf dem Sofa abhängst!

Eine natürliche Verbindung zu sich selbst aufzubauen bewirkt vielmehr, dass unsere intuitive, kreative Kraft gestärkt wird und wir aus einer Übereinstimmung mit uns selbst heraus handeln, was uns im Allgemeinen zufrieden oder auch erfüllt stimmt.

Eine Übung in Präsenz

In den Momenten, in denen du bewusst wahrnimmst, dass dich Gedanken in die eine oder andere Richtung ziehen wollen, stelle diese Gedanken gleichsam beiseite. Stattdessen spüre mit der Aufmerksamkeit deiner Körperenergie nach: Wie sehr kannst du in einem Moment deine Hände, Arme, Oberkörper, Gesäß, Beine und Füße wahrnehmen? Ist dein Körper im Gesamten präsent oder nimmst du nur Teile wahr? Und wie verändert sich dadurch die Wahrnehmung deiner Lebenssituation, deiner Arbeit, deiner Beziehungen, wenn du auf diese Weise eine Verbindung zu dir selbst aufrecht erhältst? Die Energie folgt deiner Aufmerksamkeit…

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Jede Veränderung beginnt mit einer Entscheidung. Es sind jedoch die kontinuierlichen, kleinen Schritte, die den Unterschied machen – für eine bewusste Verbindung mit deinem Potenzial!

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Foto: Unsplash