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Meine Intention der Woche ist die Frage, wie sehr kann ich den Gedanken ‚nicht genug‘ loslassen?

Lynne Twist beschreibt in ihrem Buch „The Soul of Money“ (2017), dass wir bereits mit dem Gedanken „Ich hatte nicht genug Schlaf!“ aufwachen. Der Gedanke ‚nicht genug‘ zieht sich durch unseren Tag wie ein roter Faden: wir haben nicht genug Zeit für etwas oder jemanden, nicht genug getan, das Meeting hätte besser sein können – bis wir wiederum im Bett liegend den Tag resümieren und bedauern, was wir alles nicht geschafft haben und was alles nicht ‚genug‘ war.

‚Nicht genug‘ erzeugt eine Leere in uns: wir brauchen etwas – verbunden mit der Hoffnung, wenn wir das (was uns zu fehlen scheint) besitzen oder erreichen, dass wir uns dann zufrieden und wertvoll fühlen würden. Jedes Streben nach Erfolg, nach Perfektion danach, jemand Besonderes zu sein, mehr Geld zu haben, gesünder, schöner, schlanker oder einfach anders zu sein, ist Ausdruck von ’nicht genug‘. Verdrängt oder auch verleugnet werden dabei Trauer, Wut und Frustration, indem wir Ersatzhandlungen entwickeln wie beispielsweise Prokastination, Süchte, Kontrolle, Antriebslosigkeit etc.

Meine Intention für diese Woche ist die Einladung, den Gedanken ‚nicht genug‘, seine emotionale und physische Wirkung sowie seine Antriebskraft auf Ihre Handlungen bewusst zu verstehen.

Wann drängt sich der Gedanke ‚nicht genug‘ im Verlauf des Tages in Ihr Bewusstsein? Wie geht es Ihnen, wenn Sie den Gedanken glauben?

Wenn Sie den Gedanken ‚nicht genug‘ als Aktivator betrachten, welchen Impuls für eine Handlung bzw. Nicht-Handlung löst er in Ihnen aus und was ist das Ergebnis Ihrer Handlungen oder auch Ihres Nicht-Handelns.

Anstatt dem Gedanken zu glauben fragen Sie sich in einem zweiten Schritt: Wie fühle ich mich, wenn ‚nicht genug‘ nicht als Repräsentation in meinem Gehirn gespeichert wäre?