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Meine Intention der Woche ist die Frage, wie sehr kann ich meinem Unwillen und Versagensängsten standhalten?

Stellen Sie sich vor, dass Sie auf ihrem Weg voranschreiten und ein Unwetter aufzieht. Es erhebt sich ein Sturm, sodass Ihr Weg, der eben noch klar vor Ihnen schien, nun verschwommen ist. Sie müssen sich nach vorne lehnen, um dem Wind standhalten zu können. An diesem Punkt nehmen Sie vielleicht wahr, dass Ängste aufsteigen: sich gegebenenfalls zu verlaufen oder gar schon nicht mehr auf dem Weg zu sein oder auch das Ziel gar nicht erst zu erreichen, zu versagen. Vielleicht steigt auch Ärger Ihnen auf, denn je länger sie sich gegen den Sturm stemmen, fragen Sie sich vielleicht: warum es in Ihrem Leben immer wieder schwer sein muss. Sie wünschen sich Leichtigkeit und Freude anstelle dieser Last. Und vielleicht wird dadurch sogar der Widerwille immer größer, in dieser Situation weiter zu verharren.

An dieser Stelle der Geschichte haben wir alle Strategien entwickelt, um einer solchen Situation auszuweichen, die für uns als schmerzhaft und anstrengend wahrgenommen wird. Es ist als würden wir uns vom Schatten abhalten lassen, ins Licht zu gehen, weil wir die damit verbundenen Emotionen nicht ertragen und erleben wollen: wir wollen uns schützen!

Meine Intention für diese Woche ist eine Einladung, im Erleben einer stürmischen Situation stehen zu bleiben und damit durch den Schmerz hindurch zu gehen: es zieht vorbei wie ein Sturm auch nicht ewiglich währt.

Unser Leben erweitert sich, indem wir Unwillen und Versagensängste nicht als Begründung verwenden, um aus solchen Situationen zu entfliehen, auszuweichen, diese zu verdrängen oder auch zu kompensieren.

Vielmehr stellen diese in ihrem Leben die Möglichkeit zu persönlichem Wachstum dar: indem sie in diesen stürmischen Situation verbleiben, gleichsam stehen bleiben, werden sie erkennen, dass das Unwetter vergeht und ihr Weg direkt vor Ihnen liegt und Sie diesen mit neuen Erkenntnissen und Perspektiven im Gepäck weiter beschreiten.