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Meine Intention für diese Woche ist die Frage, wie sehr ich eine lebendige Vision einer nachhaltigen, regenerativen Welt in mir fühlen kann.

Leben stellt nach Fridjof Capra (2014) ein lebendiges, selbstorganisiertes, strukturiertes System dar, das komplex und dynamisch miteinander verwoben ist. Eine Veränderung in diesem System hat (Aus-)Wirkungen auf mehreren Ebenen.

Diese System-Interdependenz bedingt die Verantwortung, ein Bewusstsein für das eigene Denken, Fühlen und Handeln zu entwickeln. Wie sieht mein Beitrag für die Gesellschaft aus? Wie begegne ich anderen, wie kommuniziere ich? Worauf richten ich in jedem Moment des Tages meine Aufmerksamkeit? Was ist in mir lebendig? Handele ich authentisch und im Einklang mit meinem Herzen?

Für mich ist die Entstehung einer Vision von einer lebendigen Welt und einer nachhaltigen Gesellschaft ein möglicher Ausgangspunkt für eine Veränderung: Wie sieht eine lebendige Welt, eine lebendige Natur und eine lebendige Gesellschaft aus? Welche Gefühle lösen diese inneren Bilder in mir aus: vielleicht Freude, Verbundenheit, Liebe, Dankbarkeit? Die Intensität des eigenen Fühlens erfüllt eine Vision mit Kraft. Lynne McTaggart spricht hier vom Nullpunktfeld, einem ungerichteten Bewusstseinsstrom, aus dem durch eine klare Absicht ein Gedanke Form annimmt.

Durch eine klare Intention, durch lebendige Bilder und intensives Fühlen entsteht eine Verbindung zum Leben selbst.

Es gibt dabei – systemisch betrachtet – keine richtige oder falsche Vision, sondern jeder von uns hat eine eigene lebendige kreative Kraft und eigene ‚Farben‘. Wie sehr können wir die Welt bunt machen und offen für die Buntheit anderer sein?

Die Buntheit der Welt nicht als Bedrohung sondern als Ausdruck der mannigfaltigen Möglichkeiten zu sehen, bietet nach meiner Ansicht die Chance, Teil eines Wandels hin zu einer nachhaltigen, regenerativen Gesellschaft zu sein.