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Dankbarkeit erlernen - Dankbar leben und lieben.

Dankbarkeit stellt heute nachweislich eine wichtige psychologische Ressource dar. Robert Emmons von der University of Miami konnte im Bereich der Dankbarkeitsforschung nachweisen, dass Menschen, die ein Gefühl der Dankbarkeit systematisch und regelmäßig entwickeln, auf psychischer, physischer und zwischenmenschlicher Ebene messbarer Vorteile vorweisen: Das Empfinden von Dankbarkeit bewirkt gemäß dieser Forschungsergebnisse größere Lebenszufriedenheit. Damit einhergehend weisen diese Personen eine erhöhte Aufgeschlossenheit für Mitmenschen auf: Extraversion und emotionale Ausgeglichenheit nehmen proportional zu. Dankbarkeit formt unsere Identität.

Der Humanist und Bedürfnisforscher Abraham Maslow (1908–1970) hat mit seinem Modell der „Bedürfnispyramide“ aufgezeigt, dass Selbstverwirklichung davon abhängt, in welchem Maß unsere Grundbedürfnisse Erfüllung finden. Bereits Maslow erkannte, dass einer der bedeutendsten Faktoren hierzu die Dankbarkeit ist. Positive Entwicklung und Wachstum im Leben eines Menschen sind nach Maslow möglich, „wenn wir unsere Segnungen zählten, wie es die selbstverwirklichenden Menschen können und tun, und wenn wir ihr beständiges Bewusstsein des Glücks und der Dankbarkeit dafür behalten könnten“. Selbstverwirklichung gelingt dem Menschen nur, wenn sein Bindungsbedürfnis Erfüllung findet. Dankbarkeit sensibilisiert für die authentische gegenseitige Erfüllung des Bindungsbedürfnisses. Sie erhöht das soziale Verantwortungsbewusstsein, da ein dankbarer Mensch seine Umgebung achtsa- mer wahrnimmt und nicht mehr auf die eigenen Defizite und Sorgen fixiert ist. Dankbarkeit ist realistische Lebensbejahung.

Von der Forschung ist mittlerweile bestätigt, dass Dankbarkeit Resilienz erhöht. Darunter versteht man die Fähigkeit, auch mit sehr schwierigen Lebensverhältnissen und traumatischen Erfahrungen zurecht zu kommen. Zahlreiche Studien zeigten, dass Depressionen in umgekehrtem Verhältnis zur Dankbarkeit stehen: Je dankbarer ein Mensch ist, umso weniger Depressionen hat er. Je depressiver ein Mensch ist, umso weniger wahrscheinlich ist es, dass er dankbar für das Leben ist. Diese Zusammenhänge werden neuerdings auch durch die Hirnforschung gestützt. Dankbarkeit stärkt die Gesundheit.

Gemäß den Studien der Dankbarkeitsforschung haben bereits einfache Übungen zur Dankbarkeit schon nach kurzer Zeit signifikante positive Auswirkungen sowohl auf den Gesundheitszustand als auch auf das Gesundheitsverhalten der Probanden. Auch langfristige Wirkungen lassen sich nachweisen: Eine insgesamt stabilere Gesundheit, schnellere Regeneration bei Erkrankungen sowie eine Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems. Dankbarkeit als Schlüssel für die Erreichung Ihrer Ziele.

Für die Erreichung Ihrer Ziele benötigen Sie:

  • Eine klare Definition des Ziels: Was genau wollen Sie erreichen
  • Wofür wollen Sie das Ziel erreichen: Welche Bedürfnisse erfüllen Sie mit diesem Ziel
  • Welche Hindernisse existieren oder können auf dem Weg auftauchen
  • Welche Ressourcen stehen Ihnen zur Verwirklichung Ihres Ziels zur Verfügung
  • Was ist Ihr Plan: Eine konkrete Beschreibung des Wegs dorthin

Dankbarkeit stellt den Schlüssel, quasi das Sahnehäubchen dar. Im Folgenden finden Sie die Schritte, die Sie benötigen, um Dankbarkeit zu lernen und für Ihre Zielerreichung zu nutzen.

In sechs Schritten zu mehr Dankbarkeit:

  1. Machen Sie sich bewusst, wie wichtig für Sie persönlich die Erreichung des Ziels auf einer Skala von 1 bis 10 ist (1 = unwichtig; 10 = außerordentlich wichtig)
  2. Entscheiden Sie sich, das Gegebene so anzunehmen, wie es ist!
  3. Überlegen Sie sich, was Sie tatsächlich motiviert: Nach Heckhausen ist Motivation = Erwartung x Wert. Wir sind am stärksten motiviert, wenn wir ein Ziel haben, das einen außerordentlich hohen Wert für uns besitzt, und wenn wir zugleich die feste Erwartung haben, dass wir es auch erreichen können und werden.
  4. Erinnern Sie sich regelmäßig an das Dankenswerte! Nachhaltiges Training erfordert regelmäßige Wiederholungen in Form von Ritualen z.B. immer abends vor dem Einschlafen oder zu Beginn des Tages sich zu fragen, worüber Sie heute bzw. in Ihrem Leben dankbar sind.
  5. Bringen Sie Dank- und Wertschätzung zum Ausdruck: Das Gefühl der Dankbarkeit verstärkt sich, wenn wir es anderen gegenüber zum Ausdruck bringen.
  6. Achtsamkeit bedeutet nach Kabat-Zinn zu leben, anstelle gelebt zu werden: Achtsamkeit ist die Kunst des Innehaltens, um ganz im Jetzt zu sein und mit vollem Bewusstsein das aufzunehmen und anzunehmen, was gerade jetzt gegeben ist.

Ein Gefühl der Dankbarkeit zu entwickeln bewirkt, dass wir achtsamer im Jetzt leben und das Leben so annehmen, wie sie ist. Nach den bisherigen Forschungsergebnissenn werden wir durch das Empfinden von Dankbarkeit innerlich unabhängig und weisen eine erhöhte Resilienz auf, was für ein ausgewogenes Stressmanagement unerlässlich ist. Indem wir besser wahrnehmen, was uns augenblicklich tatsächlich gegeben ist, wird unsere Sichtweise realistischer. Dadurch steigert sich auch unsere Fähigkeit, das zu genießen, was uns im Augenblick geschenkt ist, statt uns über das Sorgen zu machen, was uns gerade fehlt!

Dafür lohnt es sich, dankbar zu sein!

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